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Endokrinologie

Die Endokrinologie ist die Lehre der Hormone, dem Stoffwechsel und den Erkrankungen auf diesem Gebiet. Hormone sind Botenstoffe, die von endokrinen Drüsen wie zum Beispiel der Schilddrüse oder der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ins Blut abgegeben werden.

Das Behandlungsspektrum umfasst unter anderem Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen, der Hypophyse, der Nebennieren, der Sexualhormone sowie Stoffwechselerkrankungen. Wir sind eine Facharztpraxis, die sich klassisch schulmedizinisch orientiert und gemäss den aktuellen Richtlinien und wissenschaftlichen Erkenntnisse in unserem Fachgebiet arbeitet. 

Nebennierenrinden-Insuffizienz

Wertvolle weiterführende Links für Betroffene finden Sie hier:

Broschüren für Betroffene mit anderen endokrinologischen Erkrankungen

Choosing Wisely / Smarter Medicine

Die Choosing Wisely - Initiative ist eine globale Bewegung mit dem Ziel, unnötige medizinische Leistungen zu vermeiden und die vorhandenen Ressourcen im Gesundheitswesen verantwortungsvoll zu nutzen. Seit 2025 gibt es die Schweizer Empfehlungen "Smarter Medicine" im Bereich Endokrinologie zur Vermeidung unnötiger Untersuchungen (Smarter Medicine / Choosing Wisely). Wir halten uns an diese Empfehlungen und versuchen, wann immer, auf unnötige Untersuchungen zu verzichten und Doppel-Untersuchungen zu vermeiden. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Unspezifische Beschwerden und Begleitsymptome

Häufige Begleitsymptome bei diversen endokrinologischen und nicht-endokrinologischen Erkrankungen sind chronische Müdigkeit und Leistungsintoleranz. Die Therapie der Grunderkrankung kann oft die Symptome nur teilweise beeinflussen, insbesondere wenn es sich um einen bereits länger dauernden Zustand handelt. In diesen Fällen arbeiten wir nach bio-psycho-sozialen Behandlungsmodellen. Entsprechend werden je nach Situation eine Ernährungsberatung, körperliche Betätigung oder die Mitbehandlung durch ein:en Psychiater:in, Psycholog:in oder Psychosomatiker:in empfohlen. Zu den häufig empfohlenen Methoden zur Stressreduktion gehören Meditation, Atemübungen, Yoga, Achtsamkeitsübungen, Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation.


Diabetologie

Beim Diabetes wird hauptsächlich zwischen Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2 unterschieden, aber es gibt auch andere Diabetesformen wie der Schwangerschaftsdiabetes.

Eine interdisziplinäres und interprofessionelle Herangehensweise ist für Betroffene mit Diabetes ein wichtiges Prinzip, um die Umsetzung der Therapieempfehlungen im Alltag zu unterstützen. Deshalb arbeiten wir eng mit Diabetesberatung und Ernährungsberatung zusammen, in der Regel bei DiabetesAargau (diabAG). Dabei geht es auch darum, den Umgang mit Diabetes in speziellen Situationen zu erlernen, zum Beispiel bei Sport, Schwangerschaft oder Reisen. Die Diabetesfachberatung unterstützt auch bei technischen Fragen oder unterstützt Sie bei alltäglichen Fragen (Blutzucker messen, Glukosesensor, Insulin spritzen, Probleme mit Spritzstellen oder Pflasterunverträglichkeiten, Pumpentherapien).

Die Ernährungsberatung unterstützt Sie bei einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, aber auch beim Kohlenhydrate schätzen, im Sinne eines Coachings, oder falls zutreffend, bei Wunsch nach einer Gewichtsreduktion.

In gewissen Fällen kann eine psychologische Unterstützung zur Bewältigung der Krankheit sinnvoll sein.


Osteologie

Die Osteologie ist die Lehre der Knochenkrankheiten. Die häufigste Knochenkrankheit ist die Osteoporose. Die Knochendichtemessung oder Osteodensitometrie (DEXA) können Sie bei uns durchführen lassen, mit oder ohne anschliessende Besprechung (Sprechstundenkonsilium).

Die Knochendichtemessung wird in der Regel an zwei Messorten durchgeführt, an der Wirbelsäule und am Schenkelhals. Es wird aber nur eine Untersuchung verrechnet, unabhängig davon wie viele Orte des Skelettes gemessen wurde, und wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist, ist die Densitometrie eine Pflichtleistung und die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Gemäss KLV, Anhang I, Absatz 9, gehören folgende Indikation zur Pflichtleistung der Krankenversicherung:

  1. Klinisch manifeste Osteoporose (ab T-Score < -2.5)
  2. Knochenbruch durch inadäquates Trauma
  3. Langzeit-Steroid Behandlung
  4. Hypogonadismus
  5. Erkrankungen des Verdauungssystems mit Malabsorption (u.a. Zöliakie, M.Crohn, Colitis ulcerosa)
  6. Primärer Hyperparathyroidismus bei unklarer Operationsindikation
  7. Osteogenesis imperfecta
  8. HIV
  9. bei Therapie mit Aromatasehemmer (nach der Menopause) oder mit der Kombination GnRH-Analogon+Aromatasehemmer (vor der Menopause)
  10. bei Therapie mit Antikonvulsiva
  11. Verlaufskontrolle, solange die prädisponierende Risikosituation besteht (höchstens alle 2 Jahre)